Der Kunde ist der Markt
Modernes Marketing hat nicht mehr nur mit Marktanteilen, sondern mit Kundenanteilen zu tun. Früher war das Ziel, ein Produkt an so viele Menschen wie möglich zu verkaufen. Heute versucht man stattdessen immer wieder an denselben Kunden zu verkaufen und zwar so lange es geht.
In Unternehmenskreisen nennt man das den “lebenslangen Wert” (life-time value, LTV) einer Kundenbeziehung. Diese Perspektive bringt nicht nur mehr Profit als das klassische Produktmodell, sondern ermöglicht es auch auszurechnen, wie viel man für das Anwerben eines Kunden ausgeben kann.
Ein gutes Beispiel ist der Handymarkt. Dort wird das Geld nicht über den Verkauf von Mobiltelefonen verdient, sondern durch die Serviceverträge, die man abschließen muss, damit das Mobiltelefon funktioniert. Also verschenkt man das Mobiltelefon sozusagen und holt die Kundenwerbungskosten während der Vertragsdauer wieder herein.
Sie sollten nicht denken, dass Sie dafür einen Abschluss in Marketing benötigen, denn das stimmt nicht. Das hier soll nur als Hintergrund dienen, damit Sie sehen, warum interaktive Lernumgebungen so ein wertvolles Geschäft sind, die auch den Mehraufwand, der durch die Notwendigkeit, immer weiter zu lernen, entsteht, wieder wettmachen.
Tatsache ist, dass Sie nur indem Sie Inhalte im Hinblick auf das Konzept “Lehren statt Informieren” erstellen, zu einem großartigen Beziehungsmarketer werden, was jeden Betriebswirt neidisch machen würde. Auch wenn es nicht so scheint, Lehren ist Marketing.
Ständiges Lernen ist der perfekte Zugang
Das Internet ist ein Beziehungsmedium und Lehren ist eine der einflussreichsten Beziehungen, die Sie zu anderen Menschen haben können. Kombinieren Sie das und Sie haben das perfekte Zugangsgeschäftsmodell.
Anders gesagt, nur indem Sie Ihren Teil der Abmachung erfüllen, verkaufen Sie Ihren Schülern etwas, um bei Ihnen zu bleiben. Und damit eröffnen Sie sich natürlich neue Marketingmöglichkeiten.
Wenn Sie Menschen etwas lehren, verändern Sie buchstäblich ihren Geist. Indem Sie ihr Wissen erweitern, bereiten Sie sie schon auf fortgeschrittenere Trainings vor. Indem Sie ihnen zeigen, wie sie von ihrem Wissen profitieren können, bringen Sie sich selbst in eine sichere Position, um ihnen auch zukünftig zu helfen das meiste aus ihrer Erfahrung herauszuholen.
Lehren statt Informieren
Das ist nicht nur ein netter Name, den wir uns überlegt haben, um Ihnen zu zeigen, welchen Bedarf an ständiger Weiterbildung es gibt und wie Sie davon profitieren können. Lehren ist eigentlich eine Übung in Überzeugungskraft, aus der lukrative Geschäftsmodelle entstehen können, weil Sie Ihren Markt in jedem einzelnen Ihrer Kunden erweitern, indem Sie einfach Ihren Job machen.
Lesen Sie den folgenden Überblick über die vier Grundelemente wie man Inhalte im Hinblick auf das Konzept “Lehren statt Informieren” erstellt. Damit bekommen Sie auch einen Plan für den weiteren Verlauf des Kurses.
Grundelemente der Entwicklung von Inhalten
Nachdem wir das Konzept “Lehren statt Informieren” im Detail erläutert haben, werden wir uns den spezielleren Details zuwenden, wie Sie Inhalte in ein profitables Geschäft verwandeln können. Wie geht es weiter? Der Rest des Kurses besteht aus vier Teilen – diese vier Grundelemente sind Lehrdesign, Inhaltsformat, Beschäftigungstechniken und Entwicklung von Lerngemeinschaften.
Diese vier Bereiche beruhen auf echter Lernpsychologie und auf Fernlerntechniken, die es Ihnen erlauben, echtes Wissen zu transportieren. Durch diese Synthese aus Aspekten des echten Lernens bekommen Sie mehr Geld durch verschiedene Geschäftsmodelle. Also werfen wir einen Blick auf die unterschiedlichen Bereiche.
Lehrdesign
Ok, als erstes haben wir das Lehrdesign. Dabei starten Sie mit Ihrem Thema und ziehen es durch, bis Sie einen Lehrplan entwickelt haben, nach dem Sie den Kurs führen werden. Das zentrale Element des Lehrdesigns ist der Blickpunkt auf die Vorteile von Wissen oder anders gesagt, was es dem Lerner bringt. Daran müssen Sie bei jedem einzelnen Schritt der Entwicklung des Lehrdesigns denken. Also wählen Sie ein Thema aus, positionieren Sie es einzigartig und entwickeln Sie daraus ein Vorgehen für die Präsentation der Inhalte.
Dann sollten Sie eine Idee haben, was die Ziele Ihres Kurses sind und das mit Ihrem Geschäftsmodell verbinden. Dann sollten Sie überlegen, wie Sie Ihr ursprüngliches Material anpassen können. Dieses Material kann einerseits Ihr persönliches Wissen, das auf Ihren eigenen Erfahrung basiert sein oder aber viele verschiedene Quellen, die Sie in einem Kurs vereinen möchten. Sie sollten ziemlich genau wissen, mit welchen Materialien Sie arbeiten wollen. Am Ende entwickeln Sie einen Lehrplan, den Sie in der Interaktion mit Ihren Schülern natürlich abändern und improvisieren werden.
Inhaltsformat
Wir kommen nun zu den Formaten. Wenn Sie Ihre Seite von Grund auf neu aufbauen, müssen Sie einen Mittelweg finden, je nachdem, wie Sie Ihr Publikum einschätzen. Ist es eher visuell veranlagt? Oder eher auditiv? Oder eher praktisch? Sie entwickeln Ihre Inhalte dann so, dass Sie den jeweiligen Typ am besten reflektieren. Aber ganz egal, welcher Typ die Mehrheit ist, werden Sie Mitglieder jeden Typs haben, also sollten Sie nach Lerntechniken suchen, die das ganze Gehirn miteinbeziehen. Ihre Inhalte müssen also so verschieden sein, dass alle Lerntypen dadurch angesprochen werden.
Es gibt auch noch andere Überlegungen, z.B. wie vertraut Ihre Mitglieder bereits mit den grundlegenden Konzepten sind und wie entscheidend die Informationen für sie sind. Solche Aspekte werden Ihre Formate ebenfalls beeinflussen. Auch wie Sie Ihr Material auflockern hängt davon ab. Auch wenn Sie Ihr Publikum gut einschätzen können, möchten Sie trotzdem wissen, welche Formate am besten funktionieren. Das können Sie herausfinden, indem Sie von Zeit zu Zeit Tests durchführen, die Ihnen zeigen werden, ob die gewählten Formate Ihr Material wirklich zufriedenstellend transportieren.
Beschäftigungstechniken
Verschiedene Formate sind eine Möglichkeit, wie Sie unterschiedliche Lerntypen beschäftigen können, aber der wirkliche Inhalt Ihrer Inhalte ist auch ganz wichtig dafür. Sie sollten also ganz spezielle Ansätze ausführen, die Lerner auf einem hohen Niveau ansprechen und sie zu einem besseren nachhaltigen Verständnis bringen. Wir wissen schon, dass wir ein wenig Werbetexten müssen, um überhaupt Mitglieder zu bekommen, aber Sie werden überrascht sein, wie viele Werbetextelemente Sie in Ihre eigentlichen Inhalte einfließen lassen werden. Das geht von den Titeln bis zu dem Aufhänger, den Sie benutzen um die Leute an Bord zu holen. Sie verwenden klare und einfache Sprache, legen das Hauptaugenmerk auf die Vorteile; und das alles in einem angenehmen Tempo um den Leuten das Lesen, Schauen oder Hören zu erleichtern. Das führt Sie bis zum Handlungsaufruf, der den Leuten das Gelernte ins Praktische übersetzt, das Sie dann aus dem Kurs mitnehmen können.
Eine andere sehr beliebte Technik für Werbetexte ist es, Geschichten zu erzählen. Das ist aber eine ganz eigene Sache und schwierig zu lernen. Menschen identifizieren sich sehr gerne mit Geschichten und verwandten Genres wie Beispielen, Fallstudien, Szenarien, Simulationen etc. – je realer Sie Ihre Lektionen gestalten, desto mehr werden die Leute verstehen und behalten. Sie sollten sich auch mit Wiederholungen beschäftigen. Menschen lernen am besten, wenn sie Dinge mehr als einmal hören. Sie müssen das aber so anlegen, dass Sie dieselben Dinge auf viele verschiedene Weisen sagen oder in einem Thema verweben, das Sie durch den ganzen Kurs durchziehen. Schließlich, wie Tony schon angedeutet hat, sollten Sie versuchen Techniken einzusetzen, die das gesamte Gehirn ansprechen. Es gibt eine ganze Menge solcher Techniken mit deren Hilfe Inhalte wirklich zu den Menschen durchdringen und auch nachwirken, ganz egal mit welchem Lerntyp Sie es zu tun haben.
Entwicklung einer Lerngemeinschaft
Kommen wir nun zum letzten Bereich, der Gemeinschaft. Gemeinschaft ist das, was vielen derartigen Kursen fehlt. Viele machen den Fehler Interaktion mit der Interaktion zwischen einem Mitglied und einer Seite oder einem Mitglied und einem Programm gleichzusetzen. Echte Interaktion entsteht aber nur in Lerngemeinschaften, wo die Lernenden untereinander oder mit dem Lehrer interagieren. Sogar solche Menschen, die Einzellernen vorziehen, profitieren davon, was andere z.B. in Foren sagen. Ein gewisses Maß an Gemeinschaft ist wichtig, wenn auch nur für Feedback, denn man kann in keinem Vakuum lernen. Man braucht eine Anlaufstelle, wo man Dinge fragen oder Feedback erhalten kann. Nehmen Sie das als Basis für den Aspekt der Gemeinschaft in diesem Prozess.

Meinhard Mang






