Lehrdesign: Ein Geschäftsplan, der Lernern zugute kommt

Ziel dieser Lektion: Finden Sie heraus, inwiefern das Design Ihres Kurses (das ist Ihr “Produkt”) und die Bestandteile Ihres übergreifenden Geschäfts- und Marketingplans übereinstimmen.

Was ist Lehrdesign?

Beim Lehrdesign geht es darum Medien und Inhalte einzusetzen um ein Lernerlebnis zu kreieren, das Wissen effektiv transportiert. Dieser Prozess hängt davon ab, wie viel die Lernenden schon wissen, welches Ziel der Kurs hat und welche Werkzeuge und Medienformate Sie zur Verfügung haben.
Die interessante Frage ist: wie können Sie Lehrdesign als Geschäftsplan verwenden, wenn es um bezahlte interaktive Lernumgebungen geht?
Gutes Lehrdesign ist wie eine gute Geschäftsplanung. Bei der Entwicklung des Kurses müssen Sie sich auf die Vorteile für den Lerner und auf die Ziele des Kurses konzentrieren. Genauso ist es beim Geschäftsplan: Man konzentriert sich auf die Vorteile, die die Firma den Kunden bieten kann und findet heraus, wie die Firma dabei Geld verdienen kann.
Wenn es um interaktive Lernumgebungen geht, dann ist Lehrdesign ihr Geschäftsplan. Anders gesagt, das Lehrdesign bestimmt nicht nur wie Sie Ihre Schüler unterrichten, es zeichnet auch vor, wie Ihr Geschäftsmodell funktionieren wird.

Werfen wir einen Blick auf die Fragen, die Sie sich selbst stellen werden, während Sie ihr Lehrdesign planen und schauen wir, in welcher direkten Beziehung diese zu Geschäften stehen.

1. Was ist Ihr Thema?
Wie wir später noch sehen werden, ist die Wahl des Themas der wichtigste Teil des Geschäfts. Ohne ein anspruchsvolles Thema werden Sie keine Lerner anziehen, wodurch der Rest Ihrer Lehre irrelevant wird.

2. Wer sind Ihre Schüler?
Zu wissen, wer Ihre Schüler sind, was sie bereits wissen, und was sie lernen möchten ist entscheidend für ein wirkungsvolles Lehrdesign. Es lässt sich mit demographischer Marktforschung vergleichen – Sie müssen verstehen, wem Sie etwas verkaufen und was diese Menschen kaufen wollen.

3. Wo sitzt der Schmerz?
Wenn es um gewerbliche Weiterbildung geht, wollen Menschen Wissen erwerben um unangenehme Situationen zu vermeiden (z.B. dass sie hinter ihren Fähigkeiten zurückbleiben) oder eine Lücke füllen (z.B. warum habe ich noch nichts über Schwarz-Weiß-Fotographie gelernt?). Fragen Sie sich selbst – was hoffen die Schüler durch Ihren Kurs zu erreichen? Wenn Sie diese Frage falsch beantworten, haben Sie den Grund, warum das Geschäft nicht funktioniert. Dasselbe gilt auch für bezahlte Inhalte.

4. Welche Werkzeuge können Sie verwenden?
Je mehr Multimediaformate Sie in Ihren Kurs einbauen können, desto besser wird der Wissenstransfer quer über verschiedene Lernstile funktionieren. Wenn Sie Werkzeuge zur Erzeugung von Inhalten verwenden, mit denen Sie über Texte hinausgehen können, werden Ihre Inhalte gehaltvoller, was Ihnen Vorteile am Markt verschafft.

5. Welche Vorteile hat Wissen?
Um zu den Lernern eine Verbindung aufzubauen und effektiv zu lehren, müssen Sie Ihre Lektionen möglichst auf das Alltagsleben anwendbar gestalten. Also konzentrieren Sie sich auf die Vorteile des Lernens und nicht so sehr auf die Eigenschaften der Informationen. Das klingt bekannt – so funktioniert auch effektives Werbetexten. Die Vorteile von Wissen, die Sie während des Lehrdesign-Prozesses entdecken, sind genau die, die Sie betonen werden, wenn es darum geht, überhaupt Teilnehmer für Ihren Kurs zu finden.

6. Was sind die Ziele des Lernens?
Jedes gute Lehrdesign berücksichtigt die Teleologie von Aristoteles. Teleologie ist das Studieren von Dingen im Hinblick auf ihr Ziel oder ihren Zweck. Also, wozu befähigt neues Wissen den Lerner? Von einem geschäftlichen Standpunkt her, wie können diese Lernziele neue Wege, um Ihre Geschäftsbeziehungen mit den Teilnehmern zu vertiefen, eröffnen?

Lehrdesign-, Marketing- und Geschäftsmodelle

Wie Sie später noch sehen werden, ist das Lehrdesign viel mehr als ein Entwurf für Ihren Kurs. Die Planungsphasen der Inhalte werden auch wichtig sein, wenn Sie wichtige Geschäftsstrategien und Marketingansätze ausarbeiten.

Sie werden sehen, dass die oberen ersten fünf Fragen sich auf die Lerner (Ihre Kunden) und darauf, was sie von dem Kurs haben, beziehen. Dieser Ansatz für bezahlte Inhalte spiegelt die Bemühungen der großen Marken im Produktdesign wieder – das Produkt selbst wird so gebaut, dass es auffällt (denken Sie an Apple). Die sechste Frage bezieht sich auch auf die Lerner, aber das ist auch der Punkt, wo Sie sich auf das Geldverdienen konzentrieren.

Sie werden im Marketingkurs auch immer wieder auf Rückbezüge auf das Lehrdesign finden und jedes der sieben Geschäftsmodelle wird einzeln die Bedeutung eines bestimmten Ansatzes für Ihr Kursdesign behandeln.

Beschäftigen Sie sich mit dem folgendem Lehrdesign-Plan  und denken Sie darüber nach, wie Ihre Trainingsmethode Lerner einerseits und Ihre Geschäftsziele andererseits zufrieden stellen kann. Nachfolgende Lektionen in diesem Kurs und im Marketingkurs werden sich mit jedem Element auseinandersetzen.
Planung eines Lehrdesigns:

Kursname:

Beschreibung:

Wer sind die Schüler?

Wo liegt der Schmerz?

Lernziele:

Themen:

Aufgaben:

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